
SANTA DAMIANA VINTAGE MADURO
CORONAS
Dominikanische Republik
Abgesehen von der sehr geschmackvollen Ausstattung gefiel die neue Cigarre den Verkosten durch die Bank sehr gut:
Die Cigarre ist schwarz und riecht nach Speck und Margaritten. Das wäre noch kein Grund sie zu rauchen, aber auch die Verarbeitung und die Textur des Deckblatts sind sehr ansprechend. Der kalte Zug erinnert an Schokolade, Holz und Lakritz. Die ersten Züge gefallen bei geschnittenen Cigarren deutlich besser als bei gebohrten, die Cigarre ist sehr fest gerollt und braucht den vollen Rauchkanal.
Der Duft, den dieses schwarze Schmuckstück im Raum verströmt ist leicht süßlich und verhalten. Auch am Gaumen wirkt die Corona verhalten, mit feinbitterer Note, fast überraschend leicht. Am Gaumen und an der Lippe bleibt verführerische, feine Süße bestehen.
Der Zug ist (cutted) einwandfrei und die Cigarre brennt kreisrund ab, der Kegel ist das leicht verjüngte Ebenbild des verbrannten Cigarrenteils, beeindruckend.
Die Asche ist silbergrau mit schwarzen Einlagen und zerfällt leicht sandig.
Der milde leicht bittere Rauch erinnert bei den ersten Zügen ein wenig an Brasil, antike Aromen und milde Süße stehen später voller werdenden schokoladigen und kräuterigen Tönen schön gegenüber. Im zweiten Drittel eine insgesamte Steigerung. Vollmundige Süße und viel erdig – lehmig – ledrige Noten kommen hinzu. Trotzdem bleibt die Cigarre bis zum Ende mild und eingängig zu rauchen ohne jemals zu belasten, das stellte sich als positiv im Kontext mit den Portweinen heraus. Abgelegt wir einhellig weit nach dem Cigarrenring.
Hat die H-2000 – Serie die Aficionados schon überzeugt, so dürfte die Vintage Maruro – Reihe ein weiteres Erfolgskapitel der früher oft als farblos und eindimensional abgestempelten Cigarren von Santa Damiana darstellen.
Technische Daten: Ringmaß 46, Länge: 142




